Kurz nachher kam auch die Mutter wieder heim. Sie trat ein, grüßte nicht und gab Oliver nicht die Hand, aber sie sah nicht unfreundlich aus. „Hast du die Türen wieder bekommen?” fragte sie, und sie fand es nun wohl schon etwas behaglicher daheim.

„Wo bist du gewesen?” fragte der Sohn.

„O, ich bin ein wenig umhergewandert.”

„Ja, siehst du,” sagte Oliver, „wenn du auch fort bist, so schaff' ich doch das eine und andere ins Haus. Jetzt hab' ich die Türen wieder bekommen.”

„Meinetwegen kannst du tun, was du willst, du kannst Türen im Haus haben oder nicht,” versetzte die Mutter und kniff die Lippen zusammen.

„Ach so, du kümmerst dich nicht darum, wie es hier bei uns ist! Dann kann der Satan Türen für dich herbeischaffen!”

Oliver richtete sich auf, ergriff seine Krücke und hinkte hinaus. O, er wollte die Gelegenheit benützen und sich ordentlich in Zorn versetzen! Er nahm den Weg wieder nach dem Hügel, nach dem Neubau. Während er fort war, hielt die Mutter eine Mahlzeit. Die Alte hatte, als sie heimkam, verschiedene Eßwaren unter ihrem Tuch verborgen: Waffeln, Blutpudding, geräucherte Heringe, Eier, Speck und Brot. Als sie fertig war, packte sie alles wieder gut ein und verbarg es zu unterst in ihrem Bett.

Als Oliver zurückkam, brachte er einen Mann mit. Der Mann lud sich ein Türe auf den Kopf und trug sie fort.

Mutter und Sohn sprachen nicht miteinander. Der Mann kam wieder, holte auch die andere Tür und trug sie fort, er schlug den Weg nach dem Neubau ein. Jetzt dachte Oliver vielleicht doch, er sei etwas weit gegangen, und er wollte die Mutter besänftigen. „Wenn du eine Tür kaufen willst, dann kostet es ein Blutgeld, wenn du sie aber wieder verkaufen willst, dann bekommst du nicht so viel, daß du eine ordentliche Mahlzeit damit bezahlen kannst.”

„Aber ich hoffe, du hast die Türen nicht wieder verkauft,” sagte die Mutter.