„Nachkommen! Die auch zermahlen werden sollen! O trostlos! Ich weiß nicht. Was mich betrifft, so hab' ich guten Mut, ich ertappe mich gelegentlich darauf, mir das Haar über die kahlen Stellen zu streichen und also meinen Ruin so gut ich kann wieder herzustellen. Dann pfeife ich drauf.”
„Ja ja,” sagte der Postmeister, der nicht weiter darauf eingehen wollte.
Aber Konsul Johnsen griff nach dem Knochen, wahrhaftig, er wollte bei soviel Überlegenheit nicht im Rückstand bleiben. „Wenn es keine Nachkommen mehr gibt, müssen ja die Menschen aussterben.”
„Bitte, das geht mich nichts an.”
„Aber Sie sind ja gerade darauf aus, die Menschen vom Tode zu erretten, nicht wahr?”
„Herr Konsul, Herr Erster Konsul, wollen Sie Menschen, die sich zwischen den Mühlsteinen befinden, mit Logik kommen? Wo ist da die Logik des Lebens, wo die Logik des Weltregiments?”
Da sagte der Konsul: „Ich stelle fest, daß Sie, Herr Doktor, persönlich für die Ausrottung der Menschen sind, aber Ihr Handwerk, Ihr Lebensberuf ist es, die Ausrottung zu verhindern.”
Und der Doktor will sich am liebsten einem wenig gebildeten Menschen gegenüber nicht zu gewandt zeigen, aber der Erste Konsul war ein so großer Herr geworden, er war zu hoch hinaufgekommen, der Doktor war gezwungen, ihm zu antworten: „Dies steht wohl etwas über dem Begriff Geschäft, nicht wahr? Hier handelt es sich um eine Frage der Lebensanschauung. Wenn ein Arzt über einen Kranken gebeugt steht, dann tut er es wohl hauptsächlich aus Mitgefühl mit der armen Menschheit.”
„Ach ja!”
„Ja, seufzen Sie nur. Er spekuliert jedenfalls nicht.”