Es war merkwürdig, wie diese unbedeutende Tatsache den Vater beruhigt; er lobt das Kind und sagt sogar einen freundlichen Scherz zu Petra. „Du bist ein Hauptkerl, wenn du willst!” Obgleich es schon gegen Abend war, ruderte er doch noch hinaus auf den Fischfang. Die ganzen letzten Monate hatte er in seinem Herzen gegen Petra gewütet, sie hatte vielleicht abermals schlecht und niederträchtig gehandelt, jetzt dachte er anders, sie war doch nicht so ganz toll gewesen, sondern gerade großartig, Gott sei Dank! Und bitte, es soll Fische geben, so gewiß, als Fische zu fangen sind! Es sind wieder braune Augen, die echten Familienaugen, die Natur hatte gesiegt, alles kam wieder in Ordnung.
Ach, der geistesschwache Mann, Gott mochte wissen, wie er sich die Sache zusammenreimte!
Eines Tages trifft er Scheldrup Johnsen auf der Straße und sagt zu ihm: „Jetzt kommt der Winter, nun mußt du so gut sein und an mich denken.”
„Ich soll an dich denken?” fragt Scheldrup.
„Ja. Daß ich ein Krüppel bin.”
„Was geht das mich an?”
„Und daß ich viele Kinder habe.”
„Wie verrückt die Menschen doch reden können!” äußert Scheldrup unschlüssig.
Oliver lächelt ehrerbietig und schaut zu Boden. „Ja ja, das ist wohl möglich,” sagt er. „Aber jetzt mußt du so gut sein und mir Arbeit geben.”
„Ich? Was für Arbeit?”