„Im Lagerhaus.”

„Darüber mußt du mit meinem Vater reden.”

Oliver schlägt langsam die Augen auf, richtet den Blick fest auf Scheldrup und sagt: „Nein, das mußt du tun!”

Drohte Oliver? Der junge Scheldrup weicht etwas zurück, er sieht den Krüppel an. Aber sein Blick ist erloschen. Seht, zuerst hatte er einen so recht heftigen, rasenden Ausdruck, aber dann erlosch er. Scheldrup überlegte wohl ein bißchen, erinnerte sich an sein Benehmen, an die Backpfeife, an all den Klatsch, er hätte das Ganze nur sehr ungern noch einmal hervorgezogen, deshalb sagt er: „Na ja, ich kann ja meinen Vater fragen, wenn das dein Wunsch ist.”

„Das ist recht,” erwiderte Oliver darauf.

Einige Tage später trifft Oliver wieder mit Scheldrup zusammen, und da fragt dieser: „Meinst du, du könnest das Lagerhaus übernehmen?”

Das Lagerhaus übernehmen? Das war nun allerdings Großtuerei und Dünkelhaftigkeit von seiten Scheldrups; es war bis jetzt kein fester Angestellter in Johnsens Lagerraum gewesen, nur einer von den Ladenbediensteten lief manchmal hinunter, um das nötige zu tun, da sollte doch wohl der ganze Oliver diese Kleinigkeit leisten können!

„Mein Vater will mit dir reden,” sagt Scheldrup.

Oliver wandert schon als großer Lagerhausvorstand heimwärts. „Wie war es doch,” fragt er Petra, „hat dir Johnsen am Landungsplatz nicht abgeschlagen, mich anzustellen?”

„Doch. Und nun frag' ich ihn nicht noch einmal.”