Schweigen, o ein Schweigen, das Oliver gewichtig, ja verhängnisvoll macht. „Nein, ich werde selbst ein Wörtchen mit ihm reden,” sagt er und geht hinaus.
Die Frauen sehen einander an. Na, das würde nichts helfen, wenn Oliver ging, vielleicht ging er auch gar nicht. Und Petra warf plötzlich den Kopf in den Nacken.
Als Oliver zurückkam, schwieg er eine gute Weile vollkommen, o, ein gewichtiges, langes Schweigen! Die Frauen mochten nicht fragen, aber sie lächelten ein wenig, und Petra sagte sogar: „Ich möchte wohl wissen, wer nun zum Konsul gegangen ist und mit ihm gesprochen hat.”
Endlich bricht Oliver das Schweigen und sagt: „Mein Islandwams muß heut' abend noch gestopft werden. Es ist kalt im Lagerhaus.”
Petra schrie beinahe: „Sollst du ins Lagerhaus?”
Und sogar die Großmutter blieb stehen und sperrte den Mund auf.
Aber Oliver sieht sich mit der größten Verwunderung um und versteht nicht, was sie meinen, wahrhaftig, die Frauen sind ihm das große Rätsel. „Ja, natürlich?” antwortet er in fragendem Ton.
Sie schlagen die Hände zusammen.
„Natürlich soll ich ins Lagerhaus,” sagt er. „Sobald es geht. Ich fang' schon morgen an.”
Sie besprachen es hin und her: das bedeutete Veränderung, festen Gehalt, Vorwärtskommen, o, das hatte sehr viel zu sagen! Und da sitzt er nun, er, der das zustande gebracht hat, der Herr, von Stolz geschwellt, stutzerhaft den Hut schief auf dem Kopf, Großsprecherei ist's. Er spricht wieder: „Ich hab' ja gesagt, daß ich zu ihm gehen und mit ihm reden werde.”