„Ist das nicht Alice, die dort drüben geht?”
„Wo?”
„Dort. In dem gelben Kleid.”
„Nein. Es ist Klein-Lydia.”
In alten Tagen war er damit betraut worden, schwere Sachen für sie zu tragen, wenn sie Besorgungen gemacht hatte und er ihr begegnete, jetzt war das vorbei, er bot sich auch nicht mehr dazu an. Laß sie laufen! Und besonders jetzt, wo die Tanzlehrerin wieder in die Stadt gekommen war und Klein-Lydia in die Tanzstunde ging, was Abel nicht tat; nun waren ihre Wege erst recht geschieden. Das Schicksal hatte eingegriffen.
Nach vierzehn Tagen dachte keiner von den beiden Jungen mehr an etwas anderes als ans Meer. Abels Kriegsschule konnte ganz gut sein, und sie besprachen auch diesen Plan miteinander; aber später hörten sie, daß eine Kriegsschule wieder gleichbedeutend mit Lehrern und Aufgaben war. O nein, wenn sie nur erst konfirmiert waren, dann verheuerten sie sich und gingen auf See. Das war das einzige für einen Mann.
„Wem sollen wir heute Fische liefern?” fragt Eduard.
„Heute nehm' ich das Bündel mit nach Hause,” erwidert Abel.
„Willst du keine verkaufen?”
„Nein. Mein Vater sagte, ich solle für heut abend zum Kochen mitbringen, weil Frank heimgekommen ist.”