Doch, Sie sehen so eigentümlich aus! Und an dem Vormittag, an dem Sie mich verfolgten —. Sie waren also damals nicht betrunken?
Nein. Damals war ich auch nicht hungrig, ich hatte eben gegessen.
Um so schlimmer.
Möchten Sie lieber, daß ich betrunken gewesen wäre?
Ja.... Huh, ich fürchte mich vor Ihnen! Herrgott, so lassen Sie mich doch los!
Ich überlegte. Nein, ich konnte nicht loslassen, ich würde zuviel verlieren. Kein so verfluchtes Gewäsch in später Abendstunde auf einem Sofa. He, mit solchen Ausflüchten in einem solchen Augenblick zu kommen! Als wenn ich nicht wüßte, daß das Ganze nur Schamhaftigkeit war! Da müßte ich schön grün sein! So, still jetzt! Keinen Unsinn!
Sie wehrte sich eigentümlich heftig, allzu stark, um sich nur aus Schamhaftigkeit zu wehren. Ich stieß wie aus Versehen die Kerze um, so daß sie erlosch, sie leistete verzweifelten Widerstand, wimmerte sogar einmal leise.
Nein, nicht das, nicht das! wenn Sie wollen, dürfen Sie mich lieber auf die Brust küssen. Lieber, Guter!
Ich hielt sofort an. Ihre Worte klangen so erschrocken, so hilflos, ich wurde zu tiefst getroffen. Sie glaubte, mir einen Ersatz zu bieten, indem sie mir erlaubte, ihre Brust zu küssen! Wie schön war das, wie schön und einfältig! Ich hätte vor ihr auf die Knie niederfallen mögen.
Aber liebes Kind! sagte ich ganz verwirrt, ich verstehe nicht.... ich begreife wirklich nicht, was dies für ein Spiel ist....