Dies versteht sie nicht.
Die Kuchen, wiederhole ich, jetzt komme ich, sie zu holen. Auf jeden Fall einen Teil davon, die erste Rate. Ich brauche heute nicht alles.
Kommen Sie, um sie zu holen? fragt sie.
Ja, freilich komme ich, sie zu holen, ja! antworte ich und lache laut, als müsse es ihr sofort einleuchten, daß ich kam, um sie zu holen. Ich nehme auch einen Kuchen vom Tisch, eine Art Franzbrot, und beginne zu essen.
Als die Frau dies sieht, erhebt sie sich in ihrem Kellerloch, macht unwillkürlich eine Bewegung, wie um ihre Waren zu schützen und läßt mich verstehen, sie habe nicht erwartet, daß ich zurückkommen würde, um sie zu berauben.
Nicht? sage ich. Nein, wirklich nicht? Sie war doch eine köstliche Frau! Hatte sie jemals erlebt, daß ihr jemand eine Menge Kronen in Verwahrung gegeben, ohne daß der Betreffende sie zurückverlangt habe? Na, sehen Sie! Glaubte sie vielleicht, daß es gestohlenes Geld gewesen sei, weil ich es ihr so hingeschleudert hatte? Nun, das glaubte sie doch wohl nicht! das war auch gut so, wirklich gut! Es war, wenn ich so sagen durfte, freundlich von ihr, daß sie mich doch für einen ehrlichen Mann hielt. Haha! Ja, sie sei wirklich köstlich!
Aber weshalb ich ihr denn das Geld gegeben habe? Die Frau wurde erbittert und schrie laut.
Ich erklärte ihr, warum ich ihr das Geld gegeben hatte, erklärte es gedämpft und nachdrücklich: Es sei meine Gewohnheit, so zu handeln, denn ich halte alle Menschen für so gut. Jedes Mal, wenn mir jemand einen Kontrakt anbot, einen Schein, schüttelte ich den Kopf und sagte ‚Nein, danke’. Gott sei mein Zeuge, das tat ich.
Aber die Frau verstand es noch immer nicht.
Ich griff zu anderen Mitteln, sprach scharf und verbat mir jeglichen Unsinn. War es ihr denn noch niemals vorgekommen, daß ein anderer auf diese Weise im Vorschuß bezahlt hatte? fragte ich. Ich meinte natürlich Leute, die das Geld dazu hatten, zum Beispiel einer der Konsuln? Niemals? Ja, ich könnte aber doch nicht dafür büßen, daß ihr dies eine fremde Umgangsart sei. Es wäre im Ausland so der Brauch. Sie sei vielleicht niemals außerhalb der Grenzen des Landes gewesen? Nein. Sehen Sie! Dann könnte sie in dieser Sache gar nicht mitreden.... Und ich griff nach mehreren Kuchen auf dem Tisch.