Ja, das muß ich wohl, antwortete ich.

Gleich darauf aber meinte sie, daß ich gut bis zum Tor mitgehen könne. Herrgott, es sei doch nichts Schlimmes dabei. Nicht?

Nein, sagte ich.

Aber als wir am Tor standen, drang mein ganzes Elend wieder auf mich ein. Wie konnte man auch den Mut aufrecht erhalten, wenn man so zusammengebrochen war? Hier stand ich vor einer jungen Dame, schmutzig, zerrissen, von Hunger entstellt, ungewaschen, nur halb bekleidet, — es war um in die Erde zu sinken. Ich machte mich klein, duckte mich unwillkürlich nieder und sagte:

Darf ich Sie nun nie mehr wiedersehen?

Ich wagte nicht zu hoffen, daß ich die Erlaubnis bekommen würde, sie wieder zu treffen; ich wünschte beinahe ein scharfes Nein, das mich straff und gleichgültig hätte machen können.

Doch, sagte sie.

Wann?

Ich weiß nicht.

Pause.