Hörte er denn recht? Mit offenem Mund saß er da, dann fing er an zu schlucken, als bereite er sich zu einer langen Antwort vor, aber es wurde nichts daraus, und er fragte nur: Ziehen sie denn nicht ins Dorf? — Das weiß ich nicht, erwiderte sie. Hast du ihnen vielleicht dort eine Wohnung gemietet?

Axel wollte nicht weiter mit ihr rechten, aber er konnte doch nicht ganz verschweigen, daß sie ihn einigermaßen in Verwunderung gesetzt habe, und so sagte er: Du wirst immer halsstarriger und verstockter, aber du meinst es nicht so. — Ich meine alles, was ich sage, entgegnete sie. Und nun sag mir einmal, warum konnten meine Leute nicht lieber hierher ziehen? Dann hätte ich doch etwas Hilfe von meiner Mutter gehabt. Aber du meinst ja, ich hätte nicht so viel zu tun, daß ich Hilfe brauche.

Sie hatte damit natürlich einigermaßen recht, aber auch sehr viel unrecht: Die Familie Brede hätte ja dann in der Gamme wohnen müssen, und Axel hätte wieder nicht gewußt, wohin mit seinem Vieh. Wo wollte sie denn hinaus, fehlte ihr denn aller Sinn und Verstand? — Ich will dir etwas sagen, es ist besser, du bekommst eine Magd. — Jetzt im Winter, wo es nicht mehr so viel zu tun gibt? Nein, ich danke. Damals, als ich eine brauchte, da hätte ich eine bekommen sollen, jawohl.

Wieder hatte sie einigermaßen recht: sie hätte eine Magd haben müssen, als sie nicht wohl und in gesegneten Umständen war. Aber Barbro war ja niemals mit ihrer Arbeit im Rückstand geblieben, sie war eigentlich jetzt ebenso flink und tüchtig, tat alles, was geschehen mußte, und ließ niemals ein Wort von einer Magd verlauten. Aber sie hätte eine haben sollen. Ja, dann verstehe ich es nicht, sagte er mutlos.

Schweigen.

Dann fragte Barbro: Ich habe sagen hören, du wollest den Telegraphen übernehmen, den mein Vater hat? — Wieso, wer hat das gesagt? — Es geht das Gerede. — Ja, es ist nicht unmöglich, erklärte Axel. — So. — Warum fragst du? — Ich frage, weil du meinem Vater Haus und Hof abgenommen hast und ihm nun auch noch seinen Lebensunterhalt nehmen willst.

Schweigen.

Aber nun wollte sich Axel doch nicht noch mehr gefallen lassen, und er rief: Ich will dir etwas sagen, du bist das gar nicht wert, was ich für dich und die Deinen tue.

So, sagte Barbro.

Nein! rief er und schlug mit der Faust auf den Tisch. Dann stand er auf.