Ich wollte ihm alle zehn geben und er nahm sie an, gab mir aber trotz meines Sträubens fünf als Trinkgeld zurück.

»Ich bin heute abend so vergnügt,« sagte ich. »Wenn ich Sie bitten dürfte, mit hinauf zu kommen! ... Aber ich habe nur eine kleine Kammer.«

»Ich gehe nicht mit hinauf,« erwiderte er. »Gute Nacht!«

Er ging. Er kam wieder an der alten Bettlerin vorüber, vergaß aber, ihr etwas zu geben, obwohl sie ihm einen Knix machte. Ich lief zu ihr hin, gab ihr einige Groschen und sagte: »Das ist von dem Herrn, der eben vorüber ging, von dem Herrn im grauen Anzug.«

»Von dem Herrn im grauen Anzug?« fragte die Frau.

»Von dem mit dem schwarzen Haar, Wladimierz.«

»Sind Sie seine Frau?«

Ich antwortete: »Nein. Ich bin seine Sklavin.«

Er beklagte sich dann mehrere Abende hintereinander, daß er mir mein Geld nicht zurückgeben könne. Ich bat ihn, mir nicht so weh zu thun. Er sagte es so laut, daß alle es hören konnten, und mehrere lachten deshalb über ihn.

»Ich bin ein Schurke und ein Spitzbube,« sagte er. »Ich habe Geld von Ihnen geliehen und kann es Ihnen nicht zurückgeben. Ich ließe mir die rechte Hand für einen Fünfzigmarkschein abhauen.«