»Ich glaube, er ist tot!« sagte eine Stimme.
Der Koch zuckte die Achseln.
»Meinetwegen!« erwiderte er übermütig. Und er fühlt sich wie ein großer, unüberwindlicher Sieger vor seinem Auditorium, er wirft den Kopf in den Nacken und will seinem Ansehen noch Nachdruck verleihen, er wird litterarisch: »Ich überlasse ihn dem Teufel,« sagt er. »Laßt ihn liegen! Ist er etwa der Amerikaner Daniel Webster? Kommt her und will mich lehren, Pudding zu kochen, mich, der ich für Generale gekocht habe! Ist er Oberst der Prärie, frage ich?«
Und alle bewunderten Pollys Rede.
Da erhob sich Zachäus wieder vom Boden und sagte genau so verbissen, genau so trotzig wie vorhin: »Komm heran, du Hasenfuß!«
Die Leute brüllten vor Entzücken, der Koch aber lächelte nur mitleidsvoll und sagte: »Unsinn! Ich kann mich ja ebensogut mit dieser Lampe prügeln!«
Damit nahm er die Lampe und ging langsam und würdevoll hinein.
Es ward dunkel auf dem Platz, und die Leute begaben sich wieder in ihren Schlafschuppen zurück. Zachäus nahm sein Hemd auf, rang es sorgfältig aus und zog es an. Dann schlenderte auch er hinter den andern drein, um seine Pritsche aufzusuchen und zur Ruhe zu kommen.
III
Am folgenden Tage liegt Zachäus draußen auf der Prärie im Gras auf den Knieen und schmiert seine Maschine mit Öl. Die Sonne ist heute ebenso scharf und seine Augen laufen ihm hinter den Brillengläsern voll Schweiß. Plötzlich rückt das Pferd ein paar Schritte vor, mag es vor irgend etwas gescheut haben oder ist es von einem Insekt gestochen. Zachäus stößt einen Schrei aus und springt vom Boden auf. Eine Minute später fängt er an, die linke Hand in der Luft hin und her zu schwingen und mit hastigen Schritten auf und nieder zu gehen.