Zachäus war in die Prärie hinausgegangen. Das Unwetter hatte noch immer nicht nachgelassen, und es gab nirgends Schutz. Zachäus aber wanderte weiter und weiter über die Prärie hinaus. Er trug seine kranke Hand in der Binde und schützte sie, so gut er konnte, gegen den Regen; im übrigen war er von oben bis unten durchnäßt.

Er setzt seine Wanderung fort.

Als die Dämmerung hereinbricht, bleibt er stehen, sieht beim Schein eines Blitzes nach der Uhr und kehrt dann denselben Weg wieder zurück, den er gekommen ist. Mit schwerfälligen, bedächtigen Schritten geht er durch den Weizen, als habe er die Zeit und den Weg genau berechnet. Gegen acht Uhr langt er wieder bei der Farm an.

Es ist jetzt völlig dunkel. Er hört, daß die Leute im Speiseraum beim Abendbrot versammelt sind, und als er durch das Fenster guckt, meint er den Koch dort zu sehen, und glaubt zu erkennen, daß er sehr guter Laune ist.

Er geht von dem Hause weg nach den Stallungen, wo er sich in den Schutz stellt und in die Finsternis hineinstarrt. Die Heuschrecken schweigen, alles ist still, nur der Regen fällt noch immer und von Zeit zu Zeit schneidet ein schwefelfarbener Blitz den Himmel mitten durch und schlägt weit hinten in der Prärie nieder.

Endlich hört er, daß die Leute vom Abendessen kommen und in den Schlafschuppen hinübereilen, fluchend und im Sturmeslauf, um nicht naß zu werden. Zachäus wartet noch eine Stunde, geduldig und eigensinnig, dann begiebt er sich nach der Küche.

Es ist noch Licht da drinnen, er sieht einen Mann am Herd, und er tritt ruhig ein.

»Guten Abend!« sagt er.

Der Koch sieht ihn erstaunt an und sagt schließlich:

»Heute abend kannst du kein Essen mehr bekommen.«