»Sie könnten ja versuchen, außer Landes zu gehen und ein ehrbares Leben anzufangen.«

»Blödsinn! Blödsinn! Schweig davon! Bist du Missionar geworden? Wozu soll ich von hier fortgehen? Ich befinde mich ganz wohl. Ich habe nichts auszustehen. Weißt du was? Laß noch eine Flasche Wein kommen! Aber nur für uns beide ganz allein. Die anderen sollen nichts abhaben — — Gina!« rief sie zur Thür hinaus.

Sie bestellte Wein, trank und wurde immer weniger anziehend. Ein vernünftiger Bescheid war nicht aus ihr herauszubringen, sie summte unablässig Bruchstücke von Gassenhauern vor sich hin, während sie dasaß und sann. Dann trank sie wieder, und ihr Benehmen wurde geradezu abstoßend. Sie wollte wieder und wieder auf meinen Schoß, sie streckte die Zunge heraus und sagte: »Da, sieh!« Schließlich fragte sie geradezu:

»Bleibst du übernacht hier?«

»Nein!« antwortete ich.

»Dann gehe ich aus!« sagte sie. — — — — — — — — — — — — —

Der Erzähler schwieg.

»Nun?« fragte ich.

»Was würden Sie thun, wenn Ihnen eine solche Wahl gestellt würde? Würden Sie bleiben oder gehen? Sehen Sie, das ist die Frage. Wissen Sie, wozu ich mich entschloß?«

Er sah mich an.