Und die Mädchen mußten hinaus.

Elina aber lachte schrill und nervös auf, als sie die Thür hinter ihnen abschloß.

»Ich mag sie wirklich nicht hier haben,« sagte sie entschuldigend. »Es sind im Grunde langweilige Dirnen, mit denen ich gar nicht verkehre. Fandest du nicht auch, daß sie langweilig waren?«

»Nein, das fand ich nicht,« antwortete ich, um sie noch mehr zu beschämen. »Sie antworteten, wenn sie gefragt wurden, sie erzählten mir, was ich von ihnen wissen wollte. Es waren nette Mädchen.«

»Dann kannst du ja auch gehen!« schrie Elina mir zu. »Geh du ihnen nur nach, wenn du Lust hast. Ich halte dich nicht.« Der Sicherheit halber steckte sie jetzt das Geld ein, das sie vorhin auf den Tisch geworfen hatte.

»Ich wollte Sie gern noch etwas fragen,« sagte ich. »Wenn Sie sich entschließen könnten, ruhig zu sitzen und mich anzuhören.«

»Mich nach etwas fragen?« antwortete sie höhnisch. »Ich habe nichts mit dir zu schaffen. Du willst wohl wieder von Hanna anfangen? Dies Gequatsche von Hanna macht mir ganz schlimm und übel. Davon kann ich nicht leben!«

»Möchten Sie denn aber nicht aus diesem Leben heraus?« fragte ich.

Sie that, als höre sie es nicht, sie fing wieder an, im Zimmer herum zu kramen und zu ordnen, und dazu pfiff sie, um sich Mut zu machen.

»Aus diesem Leben heraus?« sagte sie und stand plötzlich vor mir still. »Wozu? Wo soll ich hin? Mit wem soll ich mich wohl verheiraten? Wer wollte wohl so eine wie mich haben? Und dienen mag ich nicht.«