Da erhob der Herr von Sinvara seinen fetten Finger drohend und sagte heftig:
»Geh, Pavo! Hier haben wir um deinetwillen zwölfhundert verloren. Jetzt entferne dich. Ich wünsche es.«
Und Pavo ging. Ich folgte ihm. Er lachte, lachte wie ein Besessener. Ob ich jemals so ein Spiel gesehen hätte? »Er sitzt da und gewinnt Tausende allein auf Grund seiner Dummheit. Gott halte seine Hand gnädig über ihm. Welch ein Einfall von dem guten Mann, Roulette spielen zu wollen!«
Pavo redete alle an, die er traf und erklärte ihnen unter lautem Lachen, was für einen Einfall der Vater gehabt habe.
Späterhin am Abend hörte ich, der Herr von Sinvara habe neuntausend verloren, ehe er die Bank verließ.
III
Es war zehn Uhr. Ich saß auf dem Balkon des Hotels und rauchte in Gesellschaft des Russen Iljitsch eine Papyrus nach der anderen. Plötzlich ruft der Hoteldiener zu uns herauf, der Herr von Sinvara habe eben nach seinem Sohn geschickt. Ich war gerade im Begriff, ihm einen Verweis wegen seiner Zudringlichkeit zu erteilen, der Russe aber hielt mich zurück. Er war neugierig geworden.
»Geben Sie acht,« sagte er. »Wir wollen doch sehen, was jetzt kommt. Er schickt zu nächtlicher Stunde nach Pavo!«
Wir saßen eine Weile und rauchten schweigend. Pavo kommt. Der Vater geht ihm bis vor die Hoteltreppe entgegen.
»Hör' einmal,« sagt er. »Ich habe neuntausend bei dem verfluchten Roulette verloren. Ich war schon zu Bett gegangen, aber ich konnte nicht einschlafen. Dies Geld peinigt mich, es war genau die Summe, die ich der Kirche gelobt hatte. Ich muß sie zurückgewinnen. Ich finde keine Ruhe, bis ich dies Geld wieder in Händen habe. Ich muß nach der Bank zurück.«