»Dreizehn!« meldet der Croupier.
Der Herr von Sinvara zuckt zusammen, und selbst Pavo sieht ganz blödsinnig aus. Welch Glück heftete sich doch an dies sinnlose Spiel! Der letzte Coup bricht eine große Lücke in die Bank. Der Croupier zahlt die Summe mit ruhigen Bewegungen aus. Diesen Mann setzt nichts mehr in Erstaunen, er hat alle Launen des Hazards gesehen, hat die verzweifeltsten Dinge erlebt. Der Prinz bleibt einen Augenblick fassungslos stehen, gleich darauf packt er all sein Geld zusammen, scheidet das Geld von dem Papier und stopft alles in seine Taschen. Er verlangt ein Glas Wein, das er in einem Zuge austrinkt, dann steht er auf und schließt mit dem Spiel ab. Beim Hinausgehen verteilt er Scheine nach rechts und links, an alle Diener, die ihm in den Weg kommen.
Der Herr von Sinvara aber stößt seinen Sohn gegen den Arm und sieht ihn mit fieberglühenden Augen an.
»Siehst du. Siehst du wohl! Willst du mich spielen lehren? Ich spiele euch doch alle unter den Tisch!«
Und er lacht kurz und laut auf, zu den erstaunten Zuschauern gewendet. Entzückt über sein Glück wirft er noch eine Summe auf die dreizehn.
»Laß das da stehen,« sagt er, — »laß das Geld nur da liegen, sage ich. Dreizehn ist ja doch eine sonderbare Zahl.«
Der Croupier aber holt sein Geld mit der Harke weg. Er thut es zögernd, er hätte gewiß gern gesehen, daß die dreizehn noch einmal herausgekommen wäre, um den reichen Spieler zu ermuntern, der ja doch früher oder später seine Beute werden muß.
Nach vier vergeblichen Versuchen mit der dreizehn geht dem Herrn von Sinvara die Geduld aus. Er redet heftig auf den Sohn ein.
»Ich sage dir, Pavo, ich setze nicht mehr auf dreizehn. Ich habe auf dieser dummen Zahl genug verloren.«
Er wird immer gereizter, ein Diener mit knarrenden Schuhen wird gebeten, seiner Wege zu gehen, der Rumäne erhält einen bitterbösen Blick, als er einmal versäumt, seinen Gewinn einzuziehen und dadurch das Spiel verzögert. Der Herr von Sinvara fängt auch an, sich über alle die Zuschauer zu beklagen, die ihn fortwährend umstehen. Haben die denn gar nichts weiter zu thun? Er winkt das junge Mädchen aus der Menge heran und sagte: