Ich tue mystisch und sachverständig und frage, um so recht in die Sache einzudringen:

Und Hersaet, wo liegt das?

Hersaet liegt in der Nachbargemeinde, es sind zwei Meilen bis dorthin. Der Lensmann wohnt dort .....

Der Kaffee ist fertig, und Olga und ich ruhen aus. Jetzt sind nur noch die Haken anzunähen. Ich frage, ob ich die Bluse sehen dürfe, die sie zu dem Rock tragen solle und es zeigt sich, daß es keine richtige Bluse ist, sondern ein gestricktes Tuch. Aber sie hat von ihrer einen Schwester eine abgelegte Jacke bekommen, und diese Jacke soll über das Ganze angezogen werden und alles verstecken.

Olga wächst so sehr in dieser Zeit, daß es keinen Sinn hat, ihr vor dem nächsten Jahr eine richtige Bluse machen zu lassen, höre ich.

Olga näht die Haken an, und das ist bald geschehen. Nun ist sie so schläfrig, daß man es ihr ansieht, und ich befehle ihr deshalb mit gemachter Würde, zu Bett zu gehen. Die Frau fühlt sich verpflichtet, aufzubleiben und mir Gesellschaft zu leisten, obwohl ich auch sie bitte, sich wieder schlafen zu legen.

Ja, nun mußt du dem fremden Mann recht schön für seine Hilfe danken, sagt die Mutter.

Und Olga kommt her und gibt mir die Hand. Ich benutze die Gelegenheit und schiebe sie in die Kammer hinein.

Gehen Sie nun auch schlafen, sage ich zur Mutter. Ich werde doch nicht mehr mit Ihnen schwätzen, denn ich bin müde.

Da sie sieht, daß ich mich beim Ofen ausstrecke und mir meinen Sack als Kissen zurechtschiebe, schüttelt sie lächelnd den Kopf und geht.