Solle sie denn fort und dienen?

Ja, das hoffe sie doch. Sie habe noch zwei andere Töchter, die dienten. Die ließen sich gut an, Gott sei Dank. Olga werde ihre Schwestern morgen in der Kirche treffen.

An der einen Wand hängt ein kleiner zerbrochener Spiegel, an der anderen sind einige billige Bilder von Soldaten auf Pferden und von Fürstenpaaren in großem Staat. Da eines dieser Bilder alt und zerfetzt ist und die Kaiserin Eugenie vorstellen soll, errate ich, daß es nicht erst vor kurzem gekauft ist. — Woher stammt das Bild?

Daran könne sie sich nicht mehr erinnern. — Doch, mein Mann hat es wohl einmal bekommen, sagt sie dann.

Hier in der Gegend?

Wenn ich mich nicht täusche, stammt es von Hersaet, wo mein Mann in seiner Jugend gedient hat, antwortete sie. Es ist vielleicht dreißig Jahre her.

Ich habe einen kleinen Plan im Kopf und sage deshalb:

Dieses Bild ist sehr wertvoll.

Als die Frau glaubt, ich wolle sie zum Narren halten, untersuche ich das Bild und erkläre steif und fest, daß dies keine billige Malerei sei.

Die Frau ist durchaus nicht dumm und sagt nur: soso, ob ich das meine? Es habe hier gehangen, seit die Hütte erbaut worden sei. Das Bild gehöre übrigens Olga, schon als sie noch ganz klein war, habe sie es als ihr Eigentum bezeichnet.