Das mit dem Kapitän konnte ja auch gleich sein. Als Falkenberg etlichen Wein getrunken hat, frage ich ihn, ob er die Adresse der gnädigen Frau in der Stadt wisse. Nein, aber Emma weiß sie vielleicht. Wir holen Emma, geben ihr Wein, reden über alles mögliche, nähern uns der Sache und fragen schließlich auf ganz feine Art. Nein, Emma wußte die Adresse nicht. Die gnädige Frau wollte Weihnachtseinkäufe machen und reiste zusammen mit Fräulein Elisabet vom Pfarrhof. Dort wußte man sicher die Adresse. Was wollte ich übrigens damit?
Ich hätte eine alte Filigranbrosche erstanden, und wollte sie fragen, ob sie mir die Brosche abkaufen wolle.
Zeig’ her.
Glücklicherweise konnte ich Emma die Brosche zeigen, sie war alt und sehr schön, ich hatte sie einem der Mädchen auf Hersaet abgekauft.
Die will die gnädige Frau doch nicht haben, sagte Emma. Und ich erst recht nicht.
O ja, wenn du mich dreinbekämst, Emma, sage ich und zwinge mich zum Scherzen.
Emma geht. Wieder horche ich Falkenberg aus. Falkenberg hatte eine gute Nase, er verstand sich bisweilen auf die Menschen.
Ob er der gnädigen Frau noch vorsinge?
O nein. Und Falkenberg bereute schon, daß er sich hier gebunden hatte; es schien, als solle es hier nun immer mehr und mehr Kummer und Tränen geben.
Kummer und Tränen? Waren der Kapitän und seine Frau nicht gut Freund miteinander?