Dann ließ man mir sagen, ich solle anspannen. Ich hätte diesem Befehl sofort gehorchen sollen, denn der Heimweg war lang, statt dessen aber sandte ich Harald hinein und ließ bitten, noch eine halbe Stunde warten zu dürfen. Und wir arbeiteten weiter, bis der Drachen fertig war. Morgen, wenn der Kleister trocken war, konnte Harald den Drachen fliegen lassen und ihm mit den Augen folgen und in seinem Gemüt eine ungekannte Erregung verspüren, so wie jetzt ich.

Es ist angespannt.

Frau Falkenberg kommt heraus; die ganze Pfarrersfamilie begleitet sie.

Der Pfarrer und seine Frau erkennen mich beide wieder, beantworten meinen Gruß und sagen einige Worte. Aber ich höre nichts davon, daß ich Knecht bei ihnen werden solle. Und die blauäugige Pfarrersfrau steht da, sieht mich mit ihrem listigen Seitenblick an, als erkenne sie mich wieder, obwohl sie mich schon gestern abend auch gekannt hatte.

Fräulein Elisabet bringt den Eßvorrat und hüllt ihre Freundin ein.

Willst du wirklich nicht mehr zum Zudecken haben? fragt sie zum lettzenmal.

Nein, danke, das ist vollkommen genug. Lebt wohl, lebt wohl.

Seien Sie nun heute ein ebenso guter Kutscher wie gestern, sagt Fräulein Elisabet und nickt auch mir zu.

Wir fahren los.

Der Tag war kalt und rauh, und ich sah sofort, daß die gnädige Frau mit ihrer Decke nicht genügend geschützt war.