Heimatlos! erwidert Falkenberg. Wenn er genau so viel Wochen hier krank gelegen hat, als er nach dem Gesetz berechtigt ist, dann fährt er wieder nach Hause. Er ist ein Bauernsohn.

Dann erklärt Falkenberg, er fühle sich nur noch wie ein halber Mensch, seit wir uns voneinander trennen sollen. Wäre es nicht wegen Emma, würde er dem Kapitän jetzt durchbrennen.

Sieh her, sagte er, die kannst du nun haben.

Was ist das?

Die Zeugnisse. Ich werde nunmehr keine Verwendung dafür haben, dir aber können sie einmal aus einer Klemme helfen. Wenn du vielleicht einmal ein Klavier stimmen willst.

Er reicht mir die Papiere und den Stimmschlüssel.

Da ich aber Falkenbergs gutes Gehör nicht habe, sind diese Dinge wertlos für mich, und ich sage daher, ich könne eher einen Schleifstein stimmen als ein Klavier.

Da kann sich Falkenberg nicht halten vor Lachen und fühlt sich sehr erleichtert, weil ich zum Schluß noch so lustig bin .....

Falkenberg ist fortgegangen. Ich habe Zeit, mich noch ein bißchen zu dehnen und zu strecken und lege mich in den Kleidern aufs Bett, ruhe mich aus und denke. Na, unsere Arbeit war ja zu Ende, wir hätten ja doch fortreisen müssen, ich konnte nicht erwarten, eine Ewigkeit noch hier bleiben zu dürfen. Das einzige, was außer aller meiner Berechnung gelegen hatte, war, daß Falkenberg zurückblieb. Wenn doch ich diese Stellung bekommen hätte, ich würde für zwei gearbeitet haben! Konnte ich nicht Falkenberg bestechen, daß er von seinem Plan abging? Wenn ich es genau betrachtete, hatte ich sogar geglaubt, beim Kapitän ein Unbehagen darüber zu bemerken, daß dieser Arbeitsmann, der denselben Namen trug wie er, auf dem Hof umherging. Aber ich hatte mich offenbar geirrt.

Ich grübelte und grübelte. Soviel ich wußte, war ich doch ein guter Arbeiter gewesen und hatte dem Kapitän niemals einen Augenblick der Arbeitszeit für meine Erfindung gestohlen .....