Dann organisierten die S.R. die Rumpf-„Nationalversammlung“ in Samara. Auf Befehl des französischen Botschafters am Zarenhof, Noulens, zahlte die französische Botschaft an die S.R. Gotz, Timofejew und andere Gelder zur Aushaltung der Samaraer „Konstituante“.
Die Sozialrevolutionärin Kaplan verwundet Lenin schwer mit einer vergifteten Kugel.
Der S.R. Ssergejew erschießt Wolodarskij.
Die Kampforganisation der S.R. organisiert Attentate auf Trotzki und Sinowjew.
Von der Militärorganisation der S.R. wird in den Reihen der Roten Armee Spionage getrieben. Die S.R. führten „Expropriationen“ aus. In Petersburg wurde das Volksernährungskommissariat beraubt, in Moskau das Postamt Nr. 9, in Kaluga (südlich Moskau) wurde die Beraubung des Gouvernements-Ernährungskomitees versucht usw.
Als General Denikin nahe vor Tula (unweit Moskau im Süden) stand und Koltschak auf Tjümenj (Ostural) rückte, erläßt das Zentralkomitee der S.R. einen Aufruf an die Arbeiter, daß Denikin auf der Spitze seiner Schwerter die Reaktion gegen die Arbeiter trage usw. In Wirklichkeit bevollmächtigt das Z.K. gleichzeitig seine Mitglieder, Donskoj und Daschjewskij, mit Denikin in Unterhandlungen zu treten.
Außerdem verbreitet die Zentrale der S.R. Partei in den Reihen der Rotarmisten eine Proklamation, mit der Aufforderung, die Kampffronten gegen Denikin und Koltschak zu verlassen.
1920.
Im Jahre 1920 organisieren die S.R. einen „Bund der werktätigen Bauernschaft“, sie organisieren einen Bauernaufstand im Bezirk Tambow (südöstlich Moskau), an dessen Spitze der Bandenführer Antonow steht; Aufstände in Sibirien und an der Schwarzen Meer-Küste.