Achter Auftritt.
Vorige. La Roche.
La Roche. Sind Sie da, Herr Firmin!—Es macht mir herzliche Freude —der Minister will Sie besuchen.
Karl. Meinen Vater?—
Firmin. Mich?
La Roche. Ja, Sie!—Ich hab' es wohl bemerkt, wie ich ein Wort von
Ihnen fallen ließ, daß Sie schon seine Aufmerksamkeit erregt hatten.
—Diesem Selicour ist auch gar nicht wohl dabei zu Muthe—So ist
mein heutiger Schritt doch zu etwas gut gewesen.
Karl. O so sehen Sie sich doch wider Ihren eigenen Willen ans Licht hervorgezogen!—Welche glückliche Begebenheit!
Firmin. Ja, ja! Du siehst mich in deinen Gedanken schon als
Ambassadeur und Minister—Herr von Narbonne wird mir einen kleinen
Auftrag zu geben haben, das wird's alles sein!
La Roche. Nein, nein, sag' ich Ihnen—er will Ihre nähere Bekanntschaft machen—Und das ist's nicht allein! Nein, nein! Die Augen sind ihm endlich aufgegangen! Dieser Selicour, ich weiß es, ist seinem Fall nahe! Noch heute—es ist schändlich und abscheulich —doch ich sage nichts.—Der Minister ließ in Ihrem Hause nach Ihnen fragen; man sagte ihm, Sie seien auf dem Bureau—Ganz gewiß sucht er Sie hier auf! Sagt' ich's nicht? Sieh, da ist er schon! (Er tritt nach dem Hintergrunde zurück.)
Neunter Auftritt.