Firmin. Sie thun ihm sehr Unrecht, lieber La Roche! Eben dieser Vetter, den er soll fortgejagt haben, kehrt mit seinen Wohlthaten überhäuft und von falschen Hoffnungen geheilt in sein Dorf zurück!
Narbonne. Eben mit diesem Vetter hat er sich recht gut betragen.
La Roche. Wie? Was?
Narbonne. Meine Mutter war ja bei dem Gespräch zugegen.
Firmin. Lieber La Roche! Folgen Sie doch nicht so der Eingebung einer blinden Rache.
La Roche. Schön, Herr Firmin! Reden Sie ihm noch das Wort!
Firmin. Er ist abwesend, es ist meine Pflicht, ihn zu verteidigen.
Narbonne. Diese Gesinnung macht Ihnen Ehre, Herr Firmin; auch hat sich Herr Selicour in Ansehung Ihrer noch heute eben so betragen.— Wie erfreut es mich, mich von so würdigen Personen umgeben zu sehen. —(Zu La Roche) Sie aber, der den armen Selicour so unversöhnlich verfolgt, Sie scheinen mir wahrlich der gute Mann nicht zu sein, für den man Sie hält!—Was ich bis jetzt noch von Ihnen sah, bringt Ihnen wahrlich schlechte Ehre!
La Roche für sich). Ich möchte bersten—aber nur Geduld!
Narbonne. Ich bin geneigt, von dem guten Selicour immer besser zu denken, je mehr Schlimmes man mir von ihm sagt, und ich gehe damit um, ihn mir näher zu verbinden.