Selicour. Ich bitte sehr—ganz im Gegentheil!
Mad. Belmont. Ich bin dem Vater schon im Voraus gut um des Sohnes willen. Und was sagt unsere Charlotte dazu?
Charlotte. Ich, Mama—ich bin ganz Ihrer Meinung!
Narbonne. Sie können sich also ganz offenherzig gegen einander erklären.
Selicour. O das bedarf's nicht—im geringsten nicht—Wenn ich's gestehen soll, ich habe Herrn Firmin immer für den redlichsten Mann gehalten—und that ich ihm einen Augenblick Unrecht, so bekenne ich mit Freuden meinen Irrthum—Ich für meinen Theil bin überzeugt, daß er mein Freund ist.
Narbonne. Er hat es bewiesen! Er spricht mit großer Achtung von Ihnen—Zwar kenne ich ihn nur erst von heute, aber gewiß verdient er—
Selicour (einfallend). Alle die Lobsprüche, die ich ihm, wie Sie wissen, noch vor kurzem ertheilt habe—So bin ich einmal! Mein Herz weiß nichts von Mißgunst.
Narbonne. Er verbindet einen gesunden Kopf mit einem vortrefflichen Herzen, und kein Mensch kann von Ruhmsucht freier sein, als er. Was gilt's, er wär' im Stande, einem Andern das ganze Verdienst von dem zu lassen, was er geleistet hat!
Selicour. Meinen Sie?
Narbonne. Er wäre der Mann dazu!