Wie Kohle loht ihrer Augen Glut!
Und naht der Schmiede ein Reitersmann,
Der nicht mehr fechten und traben kann,
Dem bessert sie Harnisch und Huf zur Stund’,
Brennt aber auf ewig das Herz ihm wund!
Als begeisterte Anhänger und Vorkämpfer des Heimatschutzgedankens sind wir dem Künstler aber noch besonders dankbar, daß er bemerkenswerten Resten und Zeugen heimatlicher Bauweise so liebevoll nachgegangen ist und diese uns in vielen seiner Bilder erhalten hat: die schindelgedeckten Bauernhütten des Vogtlandes mit dem Rundbogenbalken über den kleinen Wohnfenstern, den kunstvoll mit Schiefer verkleideten Giebel der Waldschmiede in Heinersgrün, den altmeisterlichen Holzwerkgiebel ebendort (in dem Bild von der »Hochzeitsmusik«), das echt vogtländische Bauernhaus mit Holzgalerie (in Grimms Märchen von den klugen Leuten), das heimatliche Bauerngehöfte mit Taubenschlag und Bienenstöcken und Kleinod- (»Klaanet«) Garten (beim Märchen vom Frieder und Katerlieschen), die altvogtländische Bauernstube mit Spinnrad, vogtländischem Hauskalender und Kachelofen und volkskunsthandwerklicher Holzverkleidung (aus den Waldmappenbildern), den urwüchsigen Dorfbrunnen mit bretternem Brunnenhaus und wuchtigem Klotzhebel, im Volksmund »Leerl« genannt, (beim Märchen vom Fundevogel), den Wiedersberger Gasthof mit seinem Fachwerk und kunstschmiedeeisernem Wirtshausschild (im Märchen von dem, der das Fürchten lernen wollte) und endlich, nicht zuletzt, auch die weltabgeschiedenen Mühlen alle in den Waldbachtälern des Vogtlandes, vor allen die Kienmühle im Kemnitzgrund nahe dem Burgstein, zwischen Ruderitz und Geilsdorf, des Künstlers Lieblingsmühle, wo er so gern geweilt, die er in einem seiner schönsten Gedichte also preist:
Am Erlenbach, im engen Grund, du Mühle hast mir’s angetan,
Seit sich dein stiller Frieden mir zum ersten Male aufgetan.
Wie oft saß ich am Felsenhang, von Fichtenkronen rings umsäumt,
Und späht’ dein stilles Tal entlang, so heimatfröhlich und verträumt.