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Dresden 1922
Allen Gewalten zum Trotz sich erhalten …
Im letzten Hefte unserer Mitteilungen erbaten wir freiwillige Beiträge zur Erhaltung der Zeitschrift. Wenn dieses stattliche Heft im alten Umfange noch erscheinen kann, so ist dies ein Erfolg obiger Bitte, eine Tat unserer Mitglieder. Und dabei hat noch nicht einmal ein Zehntel unserer 21000 Freunde unserm Aufruf entsprochen. Wir haben so viele und so begeisterte Zuschriften über den Wert unserer Mitteilungen, unserer grünen Hefte, empfangen, daß unser Wille »durchzuhalten« noch stärker geworden ist, selbst von einer Einschränkung des Umfanges der Zeitschrift wollen unsere Mitglieder nichts wissen. Unser herzlichster, aufrichtiger Dank sei denen gesagt, die uns halfen. An die, die uns ihr Scherflein noch nicht brachten, die vielleicht glaubten, es hat doch keinen Zweck, ein Durchhalten sei unmöglich, richten wir die Bitte, dem letzten Hefte die Zahlkarte zu entnehmen und uns einen Betrag freiwillig für weiteres Durchhalten zu spenden. Die Zeiten haben sich sehr, sehr geändert, mehrere Millionen Mark sind notwendig, damit die Sächsischen Heimatschutz-Mitteilungen weiter erscheinen können. Wenn uns alle unsere 21000 Mitglieder helfen, wird es möglich sein, und darum bitten wir.
Dresden, im September 1922
Landesverein Sächsischer Heimatschutz
Dr. ing. e. h. Karl Schmidt, Geh. Baurat
O. Seyffert, Hofrat Professor
Band XI, Heft 7/9
1922