Ein gewaltger Federbusch.

Also beginnt das lange Gedicht, womit der Dresdner Dichter Theodor Hell (mit seinem eigentlichen Namen Winkler) im Jahre 1816 oder 1817 das Hochzeitsfest eines seiner Freunde verherrlichte, der im Trompeterschlößchen zu Dresden wohnte. Und weiter erzählt Hell in diesem Gelegenheitsgedicht, was ihm angeblich eine alte Krückenfrau über den Ursprung des »Sinnbildes« vom blasenden Trompeter berichtet habe. Im Dreißigjährigen Kriege kam einst ein verirrter Trompeter in ein abgelegenes Wirtshaus, »suchend für die Nacht sich Schutz gegen Ungewitters Trutz«. Aber das Haus ist vom Kriege zerstört und vermag ihm kein Obdach zu bieten. Der Wirt belehrt den Trompeter:

Nur dort oben im Gemäuer

Ist noch Platz, doch nicht geheuer,

Denn ein böser Geist bei Nacht,

Drin gewaltgen Unfug macht.

Wer dort oben übernachtet –

Manchen schon betraf dies Los –

Wird um Mitternacht geschlachtet,

Und ein Geist steht riesengroß