In der Stunde der Gespenster
An dem hohen Bogenfenster
Und trompetet dort hinaus,
Daß uns überläuft ein Graus.
Aber der Trompeter, im Kriege gehärtet, hat frohen Mut; er spornt sein ermattet Roß, eilt flugs zu dem hochgetürmten Schloß empor und sucht sich dort ein Unterkommen in einem der vom Besitzer verlassenen, prächtig ausgestatteten Zimmer. Als aber »auf fernem Turme Mitternacht die Glocke schlägt,« erwacht der Trompeter von einem fürchterlichen Rumor, der das Schloß durchtobt; ein Geist, in der Faust ein Schwert, tritt mit wütender Gebärde in das Zimmer des Trompeters, ein Sturmwind entführt diesem die schnell gezückte Klinge, und der Geist hebt schon »den Sarras blutig rot«, um den Trompeter den Garaus zu machen. Der aber greift in seiner letzten Not, einer plötzlichen Eingebung folgend, zu seiner Trompete und bläst einen tüchtigen Tusch. Ganz verdutzt läßt der Geist seinen Sarras sinken, der Trompeter erfaßt rasch die Sachlage und bläst »rasch, bald kalt, bald heiß, alle Stückchen, die er weiß«. Da nimmt der Geist von der Wand seine eigene Trompete, winkt dem Trompeter und führt ihn in einen großen Saal.
An das hohe Bogenfenster
Tritt der Geist, wo manchesmal
In der Stunde der Gespenster
Er schon Schrecken blies ins Tal.
Neben ihn sich hinzustellen