In meiner Verwirrung vermochte ich ihm keine rechte Antwort zu geben.
Da rief er der halbtauben Wärterin: „Lies, mein’ Kaffee!“ und zu mir gewendet fuhr er fort: „Woaßt, Kind, i hab aber bloß oa Taß. Trinkst halt du z’erst den dein’, gel!“ und damit führte er mich zum Kanapee, setzte sich zu mir und plauderte von erbaulichen Dingen. Ich aber hörte kaum zu, sondern betrachtete unausgesetzt seine Hände und Knie und dachte nur den einen Gedanken: „Wann i dich nur bloß ein einzigs Mal so viel lieb haben dürft!“
Da brachte er mich mit den Worten: „Hast aber aa g’nug Zucker drin?“ wieder zu mir selber, worauf er den Kaffee versuchte, mir noch ein Stücklein hineintat und mich trinken hieß.
Als ich getrunken hatte, meinte er: „So, Kind, jetzt hast von mir an Kaffee kriegt und a Bildl. Was kriag jetzt i?“
Da dachte ich voller Ängsten, er würde sagen: „Ein Bußl,“ aber er fuhr fort: „Gel, jetzt kriag i dafür a recht a schöns Lied; aba koa heiligs, denn di hör i so allweil!“
Da sang ich das Lied von dem Dirndl, das um Holz in den Wald geht, ganz zeiti in der Fruah und dem sich nachischleicht a saubrer Jagasbua.
Als ich die erste Strophe gesungen hatte, wobei er mich am Harmonium begleitete, meinte er: „Ah, dös war aber schö; aber recht arg verliabt. No, es macht nix; von den Wirtstöchtern woaß ma’s scho, daß was solches aa lernen. Kannst no mehr von dem Liedl?“
„Bloß noch eine Stroph’, Herr Hochwürden! Aber die is no verliabter.“
„Dös macht nix, Kind Gottes, sing nur weiter!“
Da sang ich: