Würde ich Sie sonst darum gebeten haben, unsern Vertrag zu lösen, damit ich tun kann, was ich jetzt tun muß? (Yges schweigt.) Gonn hat mir einmal erzählt, daß der Wahnsinn bei vielen Menschen nur in besonderen Augenblicken durchbricht. Zu anderen Zeiten ist es unmöglich, den Kranken von einem gesunden Menschen zu unterscheiden —

YGES (unterbricht ihn):

Plaidieren Sie für mildernde Umstände?

RAINER (verzweifelt):

Wie soll ich es mir erklären, daß ich Sie foltern konnte?!

YGES:

Ich habe also doch recht gehabt! Ihr Haß auf mich ist die Feder Ihrer Unternehmungen. Keine „neue Erkenntnis“ hat Sie gezwungen, die Tendenzen des „Prologs“ fallen zu lassen. Nur einer Laune — Ihrem ganz unbegründeten Haß auf mich — haben Sie alles geopfert. Oder hatten Sie Gründe? Mir danken müßten Sie, Ihre Sehnsucht war es, den jüngsten Tag zu erleben, an dem gerichtet wird. Ich habe ihn verwirklicht. Gründe, mich zu hassen, gibt es nicht, und nur, wer unrein ist, hat Grund, mich zu fürchten. Das haben Sie mir bewiesen.

RAINER:

Ich habe nicht aus persönlichen Motiven Sie und Ihre Richtung geschädigt. Ich bin nur nicht Literat geblieben und mußte die Forderungen erfüllen, zu denen mich mein neuer Beruf als Volksmann verpflichtet. Ich gebrauche mein Vermögen für meine Zwecke — man hat mich als Kandidaten für das Parlament aufgestellt — und ich könnte es auch sonst nicht verantworten, Ihre Literatur — nicht zu bekämpfen.

YGES: