»Ich bitte um Verzeihung, Herr Horvath, ich muß Sie um Entschuldigung bitten. Meine Bemerkung hat nämlich nicht Ihnen gegolten. An den Kellner war sie gerichtet.«

Demba schwieg, ein wenig in Verwirrung gebracht durch Horvaths suffisantes Lächeln. Die Hitze in dem kleinen Raum wurde unerträglich. Die Gasflammen summten auf quälende Art. Der Zigarettenrauch reizte zum Husten. Demba drehte sich in nervöser Hast um und suchte den Kellner; aber der war nicht mehr im Zimmer.

»Es ist unglaublich, was für Manieren dieser Kellner hat!« ereiferte sich Demba. »Es wundert mich, daß Sie sich das gefallen lassen! Er grüßt niemals, wenn er ins Zimmer kommt. Wo ist er überhaupt, eben war er ja noch da.«

Das Bier, das Demba durch den Strohhalm eingesogen hatte, begann zu wirken. Das Blut pochte ihm in den Schläfen und er verspürte einen leichten Schwindel, Ohrensausen und Übelkeit im Magen. Er mußte sich setzen.

Horvath schwieg noch immer und lächelte, Demba sprach in seiner Verwirrung unaufhaltsam weiter.

»Ich hoffe, Sie haben die Rüge nicht auf sich bezogen, Herr Horvath. Ein Mißverständnis. Sie waren nicht gemeint. Es liegt mir fern –«

»Schon gut,« sagte Horvath endlich und Demba verstummte sofort.

»Der spinnt,« sagte Dr. Fuhrmann ganz laut und deutete mit seinem Zeigefinger auf die Stirn.

»Er ist betrunken,« erklärte Georg Weiner.

»Wollen wir nicht gehen?« fragte das eine der beiden Mädchen ängstlich.