Stanislaus Demba starrte haßerfüllt auf Etelka Springer und dann mit einem Ausdruck völliger Ratlosigkeit auf seinen breitrandigen Hut, den Etelka auf den Kleiderhaken an der Wand gehängt hatte. Schließlich zuckte er die Achseln und ließ sich auf den Stuhl nieder.

»Mir können Sie aber doch die Hand geben. Ich hab' Ihnen doch nichts getan?« sagte Klara Postelberg.

Demba schien erst jetzt die ihm entgegengestreckte Hand zu bemerken und wurde mit einemmal gesprächig.

»Was für reizende, kleine Hände Sie haben, Fräulein Klara. Nie im Leben hab' ich so aristokratisch-edle Hände gesehen. Was gäb' ich für einen einzigen Kuß auf diese Hand!«

»Aber bitte!« ermutigte ihn Fräulein Postelberg und hielt ihm auch die andere Hand hin.

»Leider haben Sie Tintenflecke auf den Fingern. Das nimmt einem alle Illusionen,« sagte Demba.

»Sie sind unausstehlich heute, Herr Demba.« Klara Postelberg trat tiefgekränkt an den Waschtisch, der zwischen dem Fenster und der Kopierpresse stand, und begann ihre Finger mit Kleesalz zu reiben.

Demba blickte nachdenklich auf ihre Hände.

»Chwoykas Seifensand!« sagte er plötzlich. »Hält rein die Hand.«

»Sie sind wirklich unausstehlich heute.«