»Heute? Immer ist er unausstehlich,« erklärte Etelka Springer. »Nicht wahr, Stanie. Deswegen können Sie aber einer alten Freundin doch die Hand geben. Ich hab' keine Tintenflecke auf den Fingern.«
Etelka Springer und Stanislaus Demba waren alte Bekannte. Er hatte ihrem jüngeren Bruder gegen freien Mittagstisch Nachhilfestunden gegeben und ihn durch die vier Klassen des Untergymnasiums gebracht. Durch Etelka Springer hatte er Sonja kennen gelernt. Aber trotzdem wurde Etelka Springer der Ehre eines Händedruckes nicht für würdig erachtet.
»Ihnen?« sagte Demba und verzog die Lippen. »Sie renken den Leuten die Arme aus.«
»Sie sind ein Flegel!« sagte Etelka Springer. »Sonja hat ganz recht, wenn sie –«. Sie brach ab.
»Was ist's mit Sonja?«
»Nichts.«
»Was ist's mit Sonja?« schrie Stanislaus Demba. Er fuhr aus seinem Sessel in die Höhe und war kreidebleich. »Was ist's mit Sonja?«
»Schreien Sie nicht so! Nichts,« sagte Etelka Springer.
»Ich will wissen, was Sie von Sonja sagen wollten!« brüllte Demba ganz außer sich.
»Nichts hab' ich sagen wollen. Mich lassen Sie gefälligst aus dem Spiel.« Etelka kehrte ihm den Rücken.