Der ärgerliche Ton in ihrer Stimme tat seine Wirkung. Stanislaus Demba wurde verwirrt und geriet schon zu Beginn der Auseinandersetzung in die Stellung des sich Verteidigenden.

»Bitte verzeih, wenn ich dich hier störe,« sagte er. »Aber ich habe mit dir zu sprechen.«

»Muß das unbedingt jetzt sein?« fragte sie mit der allergleichgültigsten Miene, die sie zustande brachte.

»Ja.«

»Wenn es unbedingt sein muß, dann bitte, nimm Platz.«

Demba setzte sich.

»Nun? Laß hören,« sagte Sonja.

Demba schwieg eine Weile. – »Vielleicht wird es doch besser sein, wenn die Unterredung unter vier Augen –«

»Komm, Claire,« sagte Etelka Springer. »Wir wollen nicht stören.«

»Nein, nein! Bleibt nur. Ich bitt' euch, bleibt doch. Was Herr Demba und ich miteinander zu sprechen haben, kann jeder hören,« sagte Sonja rasch. Sie hatte sich darauf gefreut, ihre beiden Bureaukolleginnen Zeugen der Niederlage Dembas werden zu lassen. Aber Etelka Springer wollte nicht bleiben.