»Jetzt versprich mir also, daß du mit mir fährst, morgen,« drängte Demba.

»Ja,« hauchte Sonja. »Vorausgesetzt, daß –« Sie suchte nach irgendeinem Vorbehalt.

»Vorausgesetzt, daß ich das Geld habe. Natürlich,« unterbrach sie Demba. »Du sollst nicht um deine Reise kommen. Wenn ich dir am Abend das Geld nicht auf den Tisch lege, dann, meinetwegen, fahr' mit dem Weiner.«

Er wandte sich zum Gehen, blieb aber nochmals stehen und nickte ihr zu:

»Ich wußte, daß wir uns bald einigen würden, wenn wir erst vernünftig über die Sache zu sprechen begonnen haben würden. Ich komm' am Abend nach dem Bureau zu dir. Und jetzt leb' wohl. Ich muß gehen. Ich hab' keine Zeit zu verlieren.«

Er blickte im Zimmer umher, als suche er noch etwas. Er biß sich in die Lippen, zuckte die Achseln und ging zur Tür. Auf dem Wege stieß er in einem plötzlichen Zornanfall einen Sessel zur Seite, der ihm im Wege stand. Gleich darauf polterte er die Treppe hinunter.


Als Klara Postelberg und Etelka Springer ins Zimmer kamen, fanden sie Sonja schluchzend und das Gesicht in den Händen vergraben.

»Was ist geschehen?« rief Klara Postelberg.

»Er hat auf mich schießen wollen. Er hat aus einem Revolver auf mich schießen wollen.«