Die Frau schnitt das Brot in schmale Stücke und legte es vor den Kunden hin.

Demba ließ das Brot liegen. Er trommelte mit der Fußspitze gegen den Boden und schnalzte mit der Zunge, wie jemand, der ungeduldig auf ein Ereignis wartet, das sich nicht einstellen will. Seine Augen blickten unter dem horngefaßten Zwicker wie hilfesuchend im Laden umher.

»Bekommt der Herr sonst noch was?« fragte Frau Püchl.

»Wie? Ja. Haben Sie vielleicht Krakauer?«

»Krakauer net. A Extrawurst wär' da, a Preßwurst, dürre Wurst, Salami.«

»Also Extrawurst.«

»Wieviel?«

»Acht Deka. Oder zehn Deka.«

»Zehn Deka. So bitte.« Die Frau schlug die Wurst in ein Papier und legte das Päckchen neben das Butterbrot. »Macht vierundsechzig Heller, beides zusammen.«

Demba nahm weder das eine, noch das andere. Er hatte plötzlich außerordentlich viel Zeit und zeigte ein überraschendes Interesse für die kleinen Besonderheiten der Inneneinrichtung eines Greislerladens. Er suchte die Etikette einer Essigflasche zu entziffern und wandte sich sodann dem Studium mehrerer Blechplakate zu, die an den Wänden und über dem Ladentisch hingen. »Verkaufsstelle des beliebten Hasenmayerschen Roggenbrots.« – »Chwojkas Seifensand hält rein die Hand«, las er mit großer Aufmerksamkeit, wobei sich seine Lippen lautlos mitbewegten.