»Bin eh scho dabei,« sagte die Greislerin. »Nur a bisserl Geduld. Der Herr hat's aber eilig!«
»Jawohl,« sagte Stanislaus Demba kurz.
»Bleiben S' net noch, Frau Schimek?« rief Frau Püchl der fortgehenden Trafikantin nach.
»I muß hinüberschau'n in mein G'schäft, i komm' nachher eh wieder auf an Sprung.«
»Der Herr ist wahrscheinlich wo fix ang'stellt; in einem Büro oder in einer Kanzlei?« fragte die Greislerin ihren neuen Kunden. »I mein' nur, weil's der Herr so eilig hat.«
»Jedenfalls hab' ich meine Zeit nicht gestohlen,« antwortete Demba grob.
»Bin eh scho fertig.« Frau Püchl schob ihm über den Ladentisch das Butterbrot zu. »Vierundzwanzig Heller.«
Herr Demba machte eine hastige Bewegung nach dem Butterbrot. Aber er nahm es nicht. Er fuhr sich mit der Zunge ein paarmal langsam über die Lippen, runzelte die Stirn und sah aus, als seien ihm plötzlich ernste Bedenken gegen den Genuß von Butterbrot aufgestiegen.
»Soll ich's vielleicht zerschneiden?« fragte die Greislerin.
»Ja, natürlich, zerschneiden Sie's. Selbstverständlich. Oder glauben Sie, daß ich das Brot auf ein mal in den Mund stecken werde?«