»Eine Krone achtzig, zwei sechzig, drei sechsunddreißig, drei Kronen zweiundvierzig, bitte –.«

Demba wies mit den Augen auf die Tischplatte. Dort lagen drei Kronen und ein paar Nickelmünzen.

Dann erhob er sich und ging zur Tür. Ehe er auf die Straße trat, wandte er den Kopf und sagte mit verdrießlicher Miene zum Kellner:

»Ich habe hier eigentlich meine große Dissertation über den Stand des menschlichen Wissens am Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts schreiben wollen. Aber es war mir doch ein bißchen zu viel Lärm in dem Lokal.«

8

Als Steffi Prokop nach Hause kam, fand sie Stanislaus Demba schon im Wohnzimmer ungeduldig wartend.

»Grüß dich Gott!« sagte sie. »Bist du schon lange hier?«

»Seit zwölf Uhr wart' ich,« sagte Demba.

»Ich kann nichts dafür, daß ich mich verspätet habe. Man läßt mich nicht eine Minute vor zwölf Uhr aus dem Bureau. Und dann dauert es noch zehn Minuten, ehe ich die Farbbandflecken von den Händen 'runter bekomm'. Jetzt hab' ich aber Zeit bis fast drei Uhr.«

Sie legte eilig Hut und Jacke ab, auch den grauen Schleier, den sie immer umnahm, wenn sie auf die Straße ging. Dann band sie sich die Schürze vor und nahm Dembas Hut vom Tisch.