»Also einen Schnaps?«
»Schnaps führ' i net. Is dem Herrn leicht net wohl?«
Stanislaus Demba blickte auf. »Wie meinen Sie. Ja. Gewiß. Mir ist nicht wohl. Ich habe Magenschmerzen, schon die ganze Zeit hindurch. Haben Sie das nicht gleich gesehen?«
»A Lackerl Slivovitz hätt' i no drüben in meiner Wohnung. Vielleicht, daß Ihna davon besser wird,« sagte die Greislerin.
Herrn Dembas Gesicht erhellte sich mit einem Male. »Ja, ich bitte Sie darum. Liebe Frau, bringen Sie mir den Slivovitz! Das soll das Beste sein, was es gegen Zahnschmerzen gibt.«
Die Katherl, Frau Püchls Älteste, spielte im Wohnzimmer mit ihrer Springschnur. Sie war ein dickes, unbeholfenes Kind, und es gelang ihr nur selten, den Vers, nach dessen Takt sie über die Schnur hüpfte, fehlerlos zu Ende zu bringen. Eben hatte sie von neuem begonnen:
»Herr von Bär
schickt mich her,
ob der Kaffee fertig wär' –«
»Kathi,« sagte die Greislerin, »geh eina, daß wer drin is im Laden. Weißt vielleicht, wo i die Schlüsseln hin'tan hab'?«