Den Bruchteil einer Sekunde stutzte er vor den Glaskugeln. Es war ein grauer Tag. Die Glaskugeln standen öd in ihren eigenen Farben. Im Garten regte sich nichts.

Der Mantel hing sich von selbst an den Haken. Die bereitstehenden Hausschuhe schlüpften über Jürgens Füße. Gewohnheitsmäßig zupfte er das Tischtuch zurecht. Die Schüsseln entleerten sich.

Das Kanapee gab mit den vertrauten Tönen dem Körper nach. Die Augen lasen die Mittagszeitung.

Bis sechs Uhr im Bureau. Dann im Garten. Wachsweiche Eier zum Abendessen. Von neun bis zehn Uhr die Abendzeitung. Auf den Rat des Arztes hin punkt zehn Uhr ins Bett. Am langen Sonntagnachmittag die gewohnte Billardpartie mit dem befreundeten Fabrikanten, der die Sammlung gotischer Plastiken besaß. Montag ins Bureau.

So verging noch eine kurze Zeit, bis eines Tages die Abendzeitung ausblieb.

Punkt neun erklang das Stöhnen des Kanapees, zusammen mit Jürgens wohligem A-Seufzer. Seine Hand griff automatisch nach der Abendzeitung, die seit Jahren immer an der selben Stelle auf dem Tische bereit gelegen war, und griff in die Leere.

Die Zeit bekam ein Loch, das sich durch das Rufen nach Phinchen vorerst noch einmal schloß. „Wo ist das Abendblatt?“

„Die Zeitungsfrau ist heute nicht gekommen.“

„So, die Zeitungsfrau ist heute nicht gekommen. Das Blatt wurde nicht eingeworfen, wie? Du hast nichts gehört?“

„Nein, es wurde nicht eingeworfen. Die Zeitungsfrau ist wahrscheinlich am Hause vorübergegangen.“