„Ja, dann ist das Leben vorbei ... Und doch fahre ich morgen ins Bureau und übermorgen. Und dann kommt der Sonntag. Und dann der Montag. Der Samstag. Ich arbeite, mache Pläne. Fusion. Werde reicher und reicher. Die Jahre vergehen ...“
Und dann kam die Frage nach dem Sinn und nach dem Ziele, die Frage nach der Idee, nach dem Zwecke, für den zu arbeiten und zu kämpfen sein Lebensinhalt sei.
Sein Inneres und die Umwelt – alles war grau und leer. Er wartete. Lange.
„Aber ich bin ein geachteter Mann.“
„Einmal sagten Sie, dies sei die größte menschliche Katastrophe.“
„Kann sein! Kinderei! Lassen wir das einstweilen. Jetzt will ich erst einmal Bilanz machen. Dann werde ich überlegen, was zu tun ist. Ich will methodisch vorgehen. Reich, sehr reich und geachtet, gebildeter und wissender, kultivierter als die meisten und imstande, mir jeden Genuß, den das Leben bietet, zu verschaffen.“
„Sie haben also alles schon erreicht, was den andern von Jugend an als Ziel vorschwebt und zum Sarg wird für diejenigen, die das Ziel erreicht haben. Was also ist der Zweck? Was Ihr Ziel?“
„Auch bin ich nicht schmutzig, nicht geizig. Im Gegenteil; ein Zehntel der Summe, die ich für Wohltätigkeitszwecke gegeben habe, würde genügen, daß ein halbes Dutzend Männer mit Frauen und Kindern ein vollkommen sorgenloses Leben in eigenem Hause führen und selbst in kleinerem Ausmaße wohltätig sein könnten.“
„Das stimmt. Zum Teil wahrscheinlich auch daher die große Achtung, die Sie genießen und vor sich selbst haben.“
„Auch möglich! Aber das ist, wie gesagt, jetzt Nebensache, die Achtung.“