„Sehr vernünftig!“

„Nicht wahr! ... Sind viele Kranke hier?“

„O, ganz besetzt! Sehr interessante Patienten!“

„Und alle nicht bei sich?“

„Dies allerdings dürfte für alle so ziemlich zutreffen, im großen ganzen ... So kommen Sie doch schon her!“ rief er dem Oberwärter zu.

„Ich wollte, Herr Doktor, ich wollte diese Mauer, diese hohe Mauer, mir nur einmal von innen ansehen. Ich danke schön. Guten Tag, Herr Doktor“, sagte Jürgen, kehrte um und schritt zum Tore hinaus.

„Entronnen!“ Auf der Brücke zog er den Revolver und ließ ihn senkrecht hinunterfallen in das Wasser. „Entronnen!“ In den Schultern fühlte er das Leben und die Kraft zu neuem Anfang.

Jürgen fuhr mit der Straßenbahn bis zur Endstation, erreichte Minuten später die Haustür. Sie war nur angelehnt.

„Ja, was denken Sie! Die ist nie zuhaus“, sagte Katharinas Wirtin. „Jetzt ist das nicht mehr so wie früher. Jeden Tag Versammlungen! Und dann noch in die Redaktion. Jetzt erscheint die Zeitung ja täglich. Und wenn sie ja einmal da ist, sitzt sie gleich die halbe Nacht an der Schreibmaschine. Jetzt gibts viel Arbeit. Ein Buch schreibt sie auch. So dick! Das soll gedruckt werden.“

Ein volles Bücherregal nahm die ganze Längswand ein. Auch ein Teppich verschönte das Zimmer. Auf dem Tische lag ein gedruckter Handzettel: Die Aufforderung zum Besuche der heutigen Massenversammlung im ‚Paradies‘.