„Ja. Aber du solltest mich doch nicht wegen jeder Kleinigkeit anrufen, Genosse“, sagte der Ingenieur, der schon wieder verlangt worden war, in den Apparat hinein.

‚Ich frage ihn, ob ich Philosophie oder meinethalben Astronomie studieren soll, und geh meiner Wege. Denn zu erklären, um was es sich eigentlich handelt – diese ganze Qual –, ist einfach unmöglich.‘

„Und außerdem wurde eben mitgeteilt“, meldete der Hilfsredakteur, der im fünften Stocke des Druckereigebäudes in dem winzigen Redaktionszimmerchen saß, ein Stück Brot in der Linken, das Höhrrohr in der Rechten, „daß die Regierung beschlossen habe, dem Auslieferungsverlangen der spanischen Regierung nachzukommen.“

„Das wäre der erste Fall dieser Art“, entgegnete ungläubig der Ingenieur. „Der Mann hat aus ganz offensichtlich politischen Motiven den Polizeipräsidenten erschossen.“

Ich kann ihn doch nicht fragen: Was soll ich tun, um die Welt zu erlösen? dachte Jürgen.

„Und politische Verbrecher werden bekanntlich nicht ausgeliefert.“

Der Hilfsredakteur legte das Brot weg, ergriff ein Papier. „Es ist eine amtliche Depesche, in der das Attentat als gemeines Verbrechen dargestellt wird. Übermorgen wird er von hier abtransportiert zur Grenze.“

‚Aber so ersticke ich eines Tages noch in diesem zähen Sumpf, wenn nicht etwas geschieht.‘

„Ich werde noch vor Mitternacht eine Notiz über den Fall in die Redaktion schicken für die morgige Nummer.“

Der ist mitten drin in der Umsturzbewegung, dachte, plötzlich entflammt, Jürgen und sah leuchtenden Blickes den Ingenieur an. „Vielleicht können Sie mir doch raten, was ich beginnen soll“, sagte er, als ob er das, was er nur gedacht hatte, ausgesprochen hätte. „Einen Weg zeigen! Ich tue alles. Ich bin nicht feige!“