Der Schreiber stellte sich seitwärts vom Fenster, streckte den Arm aus, hielt die Karte an der äußersten Spitze. „Ziel lieber ein bißchen mehr rechts . . . Es is mir lieber, du triffst nix, als daß du mei Hand triffst.“

Der bleiche Kapitän zielte lange und genau in die Mitte der Karte und durchlöcherte sie.

Der Schreiber atmete wieder. „Jetzt halt du die Karte.“

Der bleiche Kapitän hielt die Karte nicht spitzig, sondern umrahmte sie mit seiner Hand und stülpte die Lippen nach außen. „Schieß.“

Der Schreiber erschrak, spannte alle Muskeln an, zielte kurz und durchlöcherte die Karte. Verächtlich ließ der bleiche Kapitän sie fallen. „Ich laß mir das Glas runterschieß, vom Kopf . . . Das wär mir auch noch was“, sagte der Hauptmann und stellte das Glas, worin das Auge lag, sich auf den Scheitel. Das Blut verließ sichtbar sein Gesicht.

— — — Das Glas zersprang; das Auge kollerte unters Bett. Der Schreiber kroch ihm nach und holte es hervor.

„. . . Ich halt das Aug mit zwei Fingern“, rief er in heller Begeisterung.

„Das kannst du ruhig riskier.“

„. . . Haaargott . . . Getroffen!“ Das Auge war durchs Fenster hinausgeflogen.

„Das is doch ganz klar.“ Der bleiche Kapitän zuckte die Schultern.