Von dieser Stunde an war er aus Würzburg verschwunden.

In der Stadt ging das Gerücht, in dem eine Stunde weit vom „Zimmer“ entfernten Nonnenkloster „Himmelspforten“ sei in der Zelle der Oberin hinter dem Schrank Rauch aufgestiegen.

Fünftes Kapitel

Oldshatterhand, auf dem Wege nach Amerika, schritt auf der Landstraße hin.

Im Tale lag Würzburg. Er sah zurück. Nicht um die verhaßte Stadt noch einmal zu sehen, die im grauen Dunst lag, denn ein feiner, gerader Regen ging nieder; er wandte sich nur so um, wie er sich auch einmal nach links wandte, nach rechts, in den Himmel sah, auf einen Baumstamm, einem Vogel nach, mit leerem Blick, ohne etwas dabei zu denken und zu wollen.

Manchmal blieb er auch stehen und sah lange in den Straßengraben, ging weiter, leer im Herzen, empfindungslos, bis auf den Druck in der Mitte unter dem Brustbein.

— — — Da sah er einen Mann auf einem Kilometerstein sitzen — und blieb erbebend stehen: vorher war der Stein leer gewesen, und jetzt saß ein Mensch darauf.

War er nebenan aus dem dunklen Tannenwald getreten? Aus dem Erdboden gekommen? In der Luft heran oder — — — aus der Zukunft zurück in die Gegenwart zu Oldshatterhand geeilt?

Nie hatte er so einen Menschen gesehen.

Aber es war nichts Besonderes an dem Mann, welcher jetzt, schlank werdend, aufstand und zu Oldshatterhand trat, der sich kühl berührt fühlte, wie von einem Gespenst.