„Jetzt sowas“, erwiderte sie und tat es.

Da gab er ihr das Bild. Sein Herz klopfte rasend. „Es ist nichts Besonderes. Nichts. Ich hab’s halt so gemalt“, sagte er gleichgültig.

„In eeewiger Liebe!“ rief sie, laut lachend vor Verlegenheit. „In eeewiger Liebe.“

Vor der Haustür hielten sie sich bei den Händen und blickten zu Boden.

„Wäre es möglich, daß Sie mir einen Kuß geben?“

„Jetzt sowas“, sagte sie und trat ins Haus.

Er ging ganz langsam weg.

„Auf Wiedersehn!“ rief sie und warf ihm eine Kußhand nach.

Er lief die dunkle Straße hinunter. Da zwang ihn ein unbekanntes Gefühl, stehen zu bleiben: er sah den weißen Körper des Mädchens, und der Wunsch, der bis jetzt nur in Träumen ihn bedrängt hatte, diesen kleinen Körper mit der Hand zu liebkosen, stieg zum ersten Male bewußt in ihm auf. Plötzlich verlor er die Empfindungsfähigkeit so vollkommen, wie wenn sein Körper blutleer geworden wäre, sah gleichzeitig die Hurengasse von Frankfurt. Und brüllte: „Gemein! Ich bin gemein!“

Im Zimmer bei der Frau Vierkant saß die kolossale Braut des Schlossergesellen Faulbank steif auf dem Kanapee, als Oldshatterhand eintrat.