„Und der Vogelstutzen?“

„Siebenundsiebzig Mark fünfzig.“

„Au, mein Lieber. Ein schönes Stück Geld.“

„Er hat doch Silberbeschlag.“

„Vielleicht erschießt du mich dann damit“, sagte das schmale Mädchen gedehnt.

„Ja, was glaubst du denn.“ Falkenauge lachte. „Hast du Angst? . . . Ich schieße nur auf Ratten.“

„Spiele nicht mit Schießgewehr. Nicht wahr, Liesl“, sagte der Schreiber, legte sich auch auf den Rücken, neben seine Liebste, und blies ihr ins Haar. Sie drehte ihm das Gesicht zu und schüttelte leise den Kopf, als er die Lippen ihrem Munde näherte. Beide sahen auf zum Mond.

Der gleichmäßige Schritt des Wachtpostens klang in die Stille. Der kniende Oldshatterhand klammerte sich am Baumstamm an. Seine Schläfen zuckten. „Ich kann mit keinem von ihnen darüber reden“, flüsterte er unzählige Male, immer wieder, so oft er aufstehen und hinzutreten wollte. Mit all seiner Kraft wünschte er sich weg vom Baum.

„Schläfst du?“ fragte der bleiche Kapitän seine Braut.

Oldshatterhand ließ seinen Baumstamm los. Die Augen angstvoll auf den ruhigen Räuberkreis gerichtet, kroch er, sich rückwärts bewegend, auf Händen und Füßen wie ein Indianer unhörbar bis zum nächsten Baumstamm.