„An der Stelle sind wir heut abend die Mauer hinuntergesprungen; da war der Hobel noch nit dort gelegen.“
„Wie kommt er überhaupt daher.“
„Ein schöner Hobel ist es ja.“
„Was ham wir davon!“ riefen ein paar gleichzeitig.
„Wenn uns jemand ausspioniert hat — no, dann geht’s uns krumm.“
Der Schreck war den frierenden Räubern in die Glieder gefahren. Die übernächtigen Augen waren fragend und gespannt aufeinander gerichtet.
„Dann sind wir verloren!“ rief die Rote Wolke pathetisch.
Der bleiche Kapitän schob den Hobel kaltblütig zwischen Rock und Weste. „Was heißt denn das . . . verloooren!“
Die Rote Wolke stellte die Fußspitze rückwärts und hob die Hand. „Es wird heißen: Im Herbst des Jahres achtzehnhundertneunundneunzig stattete die gefürchtete Räuberbande von Würzburg den königlichen Weinbergen ihren Besuch ab . . . In dunkler Nacht.“
„Blödsinn! Uns erwischen sie nit so schnell. Jetzt gehn wir einmal heim“, riet der bleiche Kapitän. „Den Hobel nehm ich mit, für unsre Vorratskammer.“